Flaues Gefühl im Magen

Übelkeit in der Schwangerschaft

Ein flaues Gefühl im Magen oder sogar Erbrechen? Schwangerschaftsübelkeit kann manchmal sehr belastend sein. Hier erfährst du die Ursachen, was helfen kann und wieso die Übelkeit vielleicht sogar gut für dich und dein Kind sein kann.

7 von 10  Schwangeren haben Übelkeit in der Schwangerschaft (Fejzo et al. 2019). Ungefähr die Hälfte der Schwangeren berichten von vier oder mehr Stunden Übelkeit pro Tag (Ellilä et al. 2018).

Du bist also nicht alleine!

 

Wielange dauert die Übelkeit an?

Am häufigsten tritt die Übelkeit im ersten Trimester auf. (Fejzo et al. 2019).

Dies liegt an dem Anstieg des Schwangerschaftshormons Beta-HCG, welches auch bei klassischen Schwangerschaftstests im Urin gemessen wird. Dieses steigt zum Beginn der Schwangerschaft an, erreicht seinen Höhepunkt um die 8.-10. Schwangerschaftswoche und sinkt ab da wieder ab (Furneaux et al. 2001). Dementsprechend verläuft sehr häufig auch die Übelkeit. 

Was können Auslöser für Schwangerschafts-übelkeit sein?

Typische Auslöser von Schwangerschaftsübelkeit können sein:

• Gerüche von Lebensmitteln, Rasierwasser oder Parfum

• Geruch von Kaffee oder Zigaretten

• Leerer Magen

• Stress oder Schlafmangel

• Auch Ängste oder Sorgen können auf den Magen drücken

Hebammentipps gegen Übelkeit

Dinge die dir Linderung verschaffen können

  • Auswahl der Lebensmittel: Manchen Frauen hilft es fettarm zu essen oder weniger Gewürze zu nutzen.
  • Ingwer: Ingwer hat eine magenberuhigende Wirkung. Ein kleiner Ingwer Tee pro Tag ist das am häufigsten genutzte Mittel gegen Schwangerschaftsübelkeit.
  • Ingweralternative?: Du magst keinen Ingwertee? Probiere Zitronenmelisse, Kamille oder Minze.
  • Höre auf deinen Körper. Du kennst deinen Körper am besten!

     

    Schwangerschaft

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    Die Autorin dieses Textes:

    Kathinka Sperling

    Kathinka Sperling

    Kinderkrankenschwester und M. Sc. Midwifery & Hebamme

    Das vereinen der Individuellen Bedürfnisse der Frauen/Familien, das Erfahrungswissen als Fachperson und die Umsetzung neuer wissenschaftliche Erkenntnisse, sind für mich der Weg in der heutigen Schwangerschaftsbegleitung und Geburtshilfe.

     

    Quellen
    •Jednak, M. A.; Shadigian, E. M.; Kim, M. S.; Woods, M. L.; Hooper, F. G.; Owyang, C.; Hasler, W. L. (1999): Protein meals reduce nausea and gastric slow wave dysrhythmic activity in first trimester pregnancy. In: The American journal of physiology 277 (4), G855-61. DOI: 10.1152/ajpgi.1999.277.4.G855.
    • Shawahna, Ramzi; Taha, Assim (2017): Which potential harms and benefits of using ginger in the management of nausea and vomiting of pregnancy should be addressed? a consensual study among pregnant women and gynecologists. In: BMC complementary and alternative medicine 17 (1), S. 204. DOI: 10.1186/s12906-017-1717-0.
    • Young-Wolff, Kelly C.; Sarovar, Varada; Tucker, Lue-Yen; Avalos, Lyndsay A.; Conway, Amy; Armstrong, Mary Anne; Goler, Nancy (2018): Association of Nausea and Vomiting in Pregnancy With Prenatal Marijuana Use. In: JAMA internal medicine 178 (10), S. 1423–1424. DOI: 10.1001/jamainternmed.2018.3581.