Wie nennt man ein Kind im Bauch?

Embryo oder Fötus?

Ein Unterschied, der Vielen nicht ganz klar ist.
Man spricht bis zur 11.Schwangerschaftswoche (SSW) von einem Embryo, danach sagt man Fötus/Fetus.

 

Spannende Fakten zum Fruchtwasser

  • Fruchtwasser besteht zu 99 %  aus Wasser. Es findet alle 3 Stunden ein Austausch über den mütterlichen Kreislauf statt.
  • Eine schwangere Person trägt ca. 1000ml Fruchtwasser um die 36. SSW ist dies dann wieder abnehmend.
  • Fruchtwasser schützt das Kind, ermöglicht ihm aber auch eine symmetrsiche Entwicklung der Arm und Beinmuskulatur, reguliert Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt und eine konstante Temperatur.
  • Das Fruchtwasser schützt die Nabelschnur vor Kompression
  • Das Fruchtwasser wird am Anfang der Schwangerschaft aus dem Gewebe der Mutter gebildet und am Ende besteht Fruchtwasser aus Lungenflüssigkeit und Urin des Kindes.

 

Erkennt das Baby meine Stimme?

Die Großen Meilensteine deines Babys

  • In der 4-5. Woche nach der Befruchtung beginnt der Herzschlag des Embryos.
  • In der 18. Woche öffnet der Fötus den Mund und schluckt Fruchtwasser. Das Verdauungssystem arbeitet und Geschmacksknospen im Mund entwickeln sich.
  • In der 24. Woche haben sich die Lungenbläschen entwickelt.
  • 7. Monat: Der Fötus erkennt die Stimme der Mutter.
  • In der 28. Woche löst sich der Gewebepfropf, welcher vorher die Nasenlöcher verschloss. Der Fötus kann riechen (Experimente mit zu früh geborenen Kindern bestätigen dies).
  • In der 30. Woche bildet sich auf den Lungenbläschen ein Oberflächenfilm (Surfactant), der das Atmen ermöglicht.
  • Zwischen der 30. und 34 Woche ist dein Baby vollständig entwickelt und nimmt bis zu der Geburt nur noch an Gewicht und Größe zu.

MEHR IN DER UMA SCHWANGERSCHAFTSAPP

Umfangreichere Informationen zu Themen rund um Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett findest du in der uma App.

Alle Inhalte auf wissenschaftlicher Basis und nach den Mutterschaftsrichtlinien. Zusammengestellt und ausgewählt von Hebammen und Wissenschaftler:innen.

 

Die Autorin dieses Textes:

Kathinka Sperling

Kathinka Sperling

Kinderkrankenschwester und M. Sc. Midwifery & Hebamme

Das vereinen der Individuellen Bedürfnisse der Frauen/Familien, das Erfahrungswissen als Fachperson und die Umsetzung neuer wissenschaftliche Erkenntnisse, sind für mich der Weg in der heutigen Schwangerschaftsbegleitung und Geburtshilfe.

Quellen: 

(Stiefel, Andrea, Karin Brendel, Nicola H. Bauer, und Ulrike Harder, hrsg. 2020. Hebammenkunde: Lehrbuch für Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Beruf. 6., aktualisierte und erweiterte Auflage. Stuttgart New York: Georg Thieme Verlag.)